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Portrait Lindau

Lindau - die Perle im See -

gehört wohl zu den meist besuchten Orten am Bodensee. Gelegen im östlichen Teil des Schwäbischen Meeres, wie der Bodensee auch genannt wird, ist Lindau seit 1955 wieder ein Teil Bayerns. Doch die Geschichte reicht viel weiter zurück.
 
Der erste schriftliche Beleg mit dem Namen Lindau stammt aus dem Jahr 882. Ein St. Galler Mönch verfasste eine Urkunde und erwähnte darin nicht nur den Namen Lindau, sondern bezog sich auch auf ein adeliges Frauenkloster, das bereits auf der Insel bestand. Der Legende nach soll es um 800 von Graf Adalbert von Rätien gegründet worden sein. Auch Fischer lebten im 9. Jahrhundert bereits auf der Insel. Vermutet wird eine Siedlung im Gebiet der Peterskirche, dem ältesten Gotteshaus Lindaus. Doch Lindau ist nicht nur Geschichte, Lindau ist auch lebendiges Leben.
 
Fast schon mediterran präsentiert sich die Stadt im See. Historische Gassen und Plätze, über Jahrhunderte gestaltet, laden zum Verweilen und Entdecken ein. Die Mischung aus geschäftigen Treiben und genussvoller Ruhe, aus Kreativität und Erhaltung alter Werte bietet für Besucher und Einwohner eine Palette von Eindrücken. Nur zu Fuß, auf eigene Faust oder im Rahmen einer Stadtführung, lassen sich alle Winkel der zauberhaften Inselstadt entdecken. Ob mit Bahn, Bus oder PKW angereist, Zeit sollte man sich dafür schon nehmen.
 
Beginnen wir unseren kleinen Rundgang am Hafen mit seiner weltberühmten Einfahrt. Mit Blick auf den See, links der 50 Tonnen schwere Bayerische Löwe aus Kehlheimer Sandstein und rechts der 33 m hohe Neue Leuchtturm. Am Mangturm, der erste Leuchtturm im Hafenbereich, geht es vorbei zur Römerschanze, einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadtbefestigung. Von hier führt uns der Weg zum Stadttheater und weiter zur Gerberschanze, benannte nach den hier bis in die 50-iger Jahre des letzten Jahhunderts arbeitenden Gerber.
 
Nicht weit ist es zu den beiden Hauptkirchen der Stadt: St. Stephan, einer dreischiffigen, romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Und dem Münster „Unserer Lieben Frau“, auch St. Marien- oder Stiftskirche genannt. St. Stephan wurde in der Reformation protestantisch und erhielt ihr heutiges Aussehen im Stil des Spätbarocks in den Jahren 1781 bis 1783. Die Stiftskirche ist die katholische Stadtpfarrkirche von Lindau, deren Ursprünge bis ins Jahr 810 zurück reichen. Nach dem großen Stadtbrand von 1728 wurde sie 1748 bis 1752 als reine Barockkirche wieder aufgebaut.
 
Dem zwischen den beiden Kirchen befindlichen Kirchplatz schließt sich nahtlos der Marktplatz mit dem in der Mitte erbauten Neptunbrunnen an. Markantestes Gebäude am Marktplatz ist zweifellos das „Haus zum Cavazzen“, nach Auffassung eines berühmten Kunsthistorikers, das „Schönste Bürgerhaus am Bodensee“. Der Cavazzen, wie die Lindauer den barocken Bau liebevoll nennen, beherbergt seit 1929 das Stadtmuseum.
 
Über die Cramergasse gelangen wir in die Maximilianstrasse, der Haupteinkaufsstraße der Insel. Hier erwartet uns ein völlig anderes Stadtbild. Waren es um den Marktplatz noch barocke Einflüsse, so prägen hier Gotik und Renaissance die Gestaltung der Bauten. Eine Vielzahl von Cafes und Gaststätten laden ein zum Verweilen. Und wo kann man leichter die Seele baumeln lassen, als in der „Guten Stube“ Lindaus.
 
Vorbei am Bahnhof gelangen wir wieder zurück an den Hafen und schauen hinaus auf den See. Schwerelos schweben Möven über dem Hafenbecken. Wir sind erfüllt vom Erlebten, haben die Gewißheit, es gibt noch so viel zu entdecken und in uns reift der Wunsch:
 
Lindau – Auf Wiedersehen.